Interview #19 - Elke

Im Rahmen meiner Interviewrunde möchte ich Euch eine weitere spannende Persönlichkeit, Elke vorstellen. Ich habe sie bei der herCareer - einer Karrieremesse für Frauen in München bei einem Keynote gehört. Im Anschluss habe ich ihr glücklicherweise meine Visitenkarte in die Hände gedrückt.

 

Elke engagiert sich für den Verein Working Mums in München und ist der Meinung, dass Karriere mit Kindern möglich ist.

 

Elke ist als Sales Managerin im Bereich Neurosciences für die DACH-Region tätig. Zu ihren Haupttätigkeiten gehören Gebiets- und Beziehungsmanagement im Bereich Neuroscience, strategisches Arbeiten in unterschiedlichen Projekten, Personalverantwortung sowie die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter. Als einziges Manko erwähnte sie den Stau, indem sie immer wieder "steckt".

 

 

Nun zu den Interviewfragen: 

 

#1: Was ist für Dich das Wichtigste im Leben?

Meine Familie, Gesundheit, meine Freunde und die Möglichkeit Neues zu entdecken. Damit meine ich, neue Herausforderungen im Beruf, aber auch neue Orte, um dort neue Menschen kennen zu lernen.  

 

#2: Welche menschliche Leistung imponiert Dir am meisten?

Mut für Veränderungen. Ich erlebe immer wieder, dass Menschen wegen Gewohnheit, finanziellen Anreizen und ähnlichem unzufrieden oder auch unerfüllt in Situationen stecken bleiben. Ich bewundere Menschen, die losziehen um diese Dinge zu ändern, um auf ein erfülltes und zufriedenes Leben zu schauen. Raus aus der Komfortzone.

 

#3: Welchen Tipp würdest Du Absolventinnen oder Young Professionals gerne mitgeben?

Frühzeitig ein Netzwerk aufzubauen. Ich persönlich finde, damit kann man nie früh genug starten. Sich nicht scheuen, diese Personen um Ihre Meinung und Rat zu fragen. Nicht denken, kann ich mein Netzwerk mit meinen Themen behelligen? Ist die Frage nicht zu banal? Nein, ist es nicht! Auch Eurer Netzwerk profitiert von Euren Ideen und bleibt im Kopf damit agil und kreativ.

 

#4: Wie kannst Du am besten entspannen?

Indem ich mit meiner Familie nach Afrika in den Busch fahre. Seit 16 Jahren reisen wir als Familie durch das südliche Afrika. Mit Jeep und Zelten, mit dem Kanu auf dem Sambesi oder wir walken mit Guide durch Nationalparks. Hier geht es um Basisdinge. Wo schlafen wir? Wo gibt es einen Shop zum Einkaufen? Gibt es Benzin? Wie kommen wir durch den Fluss? Kein Internet, sondern fantastische Gespräche am Lagerfeuer. 

 

Hier der Link zu ihrem Blog: https://wildes-afrika.de/ 

 

#5: Was tust Du um gesund und fit zu bleiben?

Ich gehe seit Jahren mit meiner Freundin ein- bis zweimal in der Woche laufen. Zusätzlich gehe ich zum Group Fitness. Zumba, Bodystyling oder Yoga. Was grade in meinen Zeitplan passt. Als Familie fahren wir Ski und treiben uns ab und zu in den Bergen rum.

 

#6: Welchen Ritualen gehst Du täglich, wöchentlich und/oder monatlich nach?

Als Familie essen wir fast täglich am Abend miteinander. Fabian, unser jüngerer Sohn, hat das Kochen für sich entdeckt. Eine tolle Kombination mit intensivem Austausch. Ein wöchentliches Ritual ist unser nächster wildes Afrika Blog Artikel. Der erscheint immer Sonntag und schreibt sich nicht von alleine ;). 

Bei unserer Business Unit Neurologie Ipsen steht freitags unsere Team-Telco an. Hier tauschen wir uns zu News und Projekten aus. Wir schauen uns unsere Arbeit an und reflektieren, wo wir noch besser werden.

 

Monatliche Rituale haben wir nicht. Wenn mein Mann verreist ist, lade ich meinen Freundinnen-Kreis ein. Hier mischen sich Frauen die ich privat, beruflich, lange oder erst kurz kenne. Mal sind wir 5, mal 20. Alle bringen etwas zu Essen mit, ich stelle die Getränke. Wenig Arbeit für jede von uns. Viel Input durch spannende Gespräche.


#7: Was ist Deine größte Stärke?

Eine zu nennen ist schwierig. Meine Freundinnen würden sagen: Netzwerken, positive Einstellung und Spaß, Organisationstalent, hohe Belastbarkeit und dass ich mir den richtigen Partner ausgesucht habe. 

 

#8: Welche Eigenschaften zeichnen Deiner Meinung nach tolle Frauen aus?

Tolle Frauen richten den Blick auf die eigenen Stärken. Sie zeigen Ecken und Kanten und stehen zu sich und ihren Eigenarten. Tolle Frauen sind für mich authentisch und in Kontakt mit ihren Gefühlen. Freude, Begeisterung oder auch mal ihre Genervtheit. 

Sie unterstützen andere und stellen die richtigen Fragen. Und für mich ist das wichtigste, sie haben eine eigene Meinung und wissen was sie wollen! 

 

#9: Wer ist Dein Vorbild und warum?

Nelson Mandela. Warum? Weil er für das Ideal einer Gesellschaft stand, in der alle Personen in Harmonie und mit den gleichen Chancen zusammenleben. Boxer, Rechtsanwalt, Saboteur, Aktivist, Präsident, 1993 Friedensnobelpreisträger, Humanitärer, Madiba. Es gibt so viele Labels, die in der Beschreibung Nelson-Mandelas-Platz zu finden sind. Was mich am meisten beeindruckt, dass er nach 27 Jahren Robben Island, die Größe hatte, den Blick nach vorne zu richten.

 

#10: Welche Entscheidung in Deinem Leben hat Dich am meisten Mut gekostet und hatte den größten positiven Einfluss auf Dein Leben?

Mhhh, da musste ich jetzt lange überlegen. Ich bin eher spontan und würde daher meine Entscheidungen nicht als mutig bezeichnen. 

 

Beruflich habe ich mich im April entschieden, nach 19 Jahren das Unternehmen zu wechseln. Viele Freunde und Bekannte haben mir zu meinem Mut gratuliert und gleichzeitig hinterfragt, warum ich eine sichere Position verlasse. Als mutig habe ich den Wechsel nicht empfunden. Die Zeit war reif, aus Gewohnheiten auszubrechen. Ich wollte und will Dinge voranbringen, nicht in Prozessen feststecken und kreativ arbeiten können. Mit der neuen spannenden Aufgabe bei Ipsen habe ich das gefunden. War das mutig? 

 

Fridolin und ich haben dieses Jahr nach 20 Jahren Beziehung, in Südafrika geheiratet. Das fanden einige unserer Freunde mutig.

Es gibt wohl kaum Paare die nach so langer Zeit noch den Schritt wagen, um zu heiraten. Uns hat es keinen Mut gekostet. Es war ein spontaner Entschluss. Fridolin hat sicher den positivsten Einfluss auf mein Leben. Warum? Weil er immer an mich glaubt, mich bestärkt, meine Entscheidungen mitträgt, mich gerne hinterfragt und diskutiert. Das ist manchmal anstrengend, allerdings meist gewinnbringend. Vor allem, weil wir unsere wunderbaren Söhne durch das Leben begleiten dürfen.

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So liebe Mädels was sagt uns das:

Weg mit dem Perfektionismus! Falls Ihr Interesse habt Euch mit den anderen Working Mums zu verbünden - hier der Link zu der Seite dieser tollen Damen: https://workingmoms.de/ 

-Katharina      

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