Interview #9 - Katharina Fikiel

Die Dame, die ich Euch diese Woche gerne vorstellen möchte ist Katharina Fikiel. 

 

Sie hatte mich vor einigen Wochen ganz unverblümt auf Facebook angeschrieben mit dem Satz "Tolle Geschichten - weiter so"...da wurde ich natürlich neugierig. 

 

Katharina ist Bloggerin, Schuh-Liebhaberin, Markeninhaberin und ganz "nebenbei" ist die 30-Jährige noch Deutschlands beste Basketball-Spielerin. Sie ist seit 14 Jahren im Profisport unterwegs und teilt auf ihrem Blog "The court is not enough" ein wenig ihr Leben mit ihren Lesern. 

 

Die Liebe zum Sport wurde ihr in die Wiege gelegt. Ihr Vater Krzysztof Fikiel hatte 203 Einsätze für die polnische Nationalmannschaft sowie einen Einsatz für Olympia im Jahre 1980 in Moskau. Ihr älterer Bruder Jan war ebenfalls im Profibasketballsport unterwegs. 

 

Nachdem die junge Polin für diverse Mannschaften in Deutschland, Polen, Italien, Belgien, Frankreich sowie der Slowakei spielte, ist sie nun bei JAS-FBG Sosnowiec unter Vertrag. 

 

Nun zu den Interviewfragen mit dieser Ausnahmesportlerin:

 

#1: Was ist für Dich das Wichtigste im Leben?

Ich denke, was im Moment das Wichtigste für einen Menschen ist, das ist sehr persönlich und privat. Möglicherweise wechselt die Gewichtung auch, je nach Lebensphase. Ich kann aber gern einige Dinge und Werte nennen, die mir wichtig sind – ohne eine Rangfolge aufzustellen: Gesundheit in allen Facetten, auch für die Menschen, die mir nahe stehen. Fairness, Teamfähigkeit, Toleranz und Gerechtigkeit, auf dem Court, aber auch sonst im Leben.

 

#2: Welche menschliche Leistung imponiert Dir am meisten?

Für meine Antwort reicht der Platz niemals aus. Es gibt so viele menschliche Leistungen, die großartig sind auch wenn sie vielleicht gar nicht die Schlagzeilen dominieren wie etwa die Mondlandung, der friedliche Fall der Berliner Mauer, bedeutende Erfindungen oder ein neuer Stat-Rekord in der NBA. Mir imponieren Sportlerinnen und Sportler, die ohne große Förderungen, Verdienst oder mediale Aufmerksamkeit Höchstleistungen bringen, weil sie ihren Sport lieben. Mir imponiert aber genauso die alleinerziehende Mutter ohne großes Einkommen, die es trotzdem irgendwie schafft, ihrem Kind oder ihren Kindern das bestmögliche Leben zu schaffen. 

 

#3: Welchen Tipp würdest Du Absolventinnen oder Young Professionals gerne mitgeben?

Macht Euren Sport zunächst vor allem deshalb, weil Ihr ihn liebt. Alles Weitere kommt danach: Der hundertprozentige Einsatz,

das Leben für Euren Sport Tag und Nacht – und die Erfolge. Die absolute Voraussetzung ist aber: Ihr müsst lieben, was ihr tut – macht es nicht nur deswegen, weil Ihr womöglich Talent haben könntet.

 

#4: Wie kannst Du am besten entspannen?

Och, das kann ich gut. Einfach mal auf dem Sofa chillen, ein gutes Buch lesen, Musik hören. Ein schönes Essen zubereiten. Oder mit meiner Kamera mal raus und einige schöne Aufnahmen in der Natur machen – auch das kann sehr entspannend sein.

 

#5: Was tust Du um gesund und fit zu bleiben?

Sport! Da ich oftmals zweimal am Tag trainiere, ist hier schon eine gute Voraussetzung gegeben. Zudem ernähre ich mich ausgewogen, möglichst mit frischen Produkten, ohne dabei extrem zu werden. Es darf auch mal ein Stück Schokolade sein, auch das trägt zum Wohlbefinden bei. Meiner Meinung nach muss man das Thema „gesund und fit“ ganzheitlich angehen – alles muss passen, in einem Gleichgewicht sein. Körper, Geist und Seele.

 

#6: Welchen Ritualen gehst Du täglich, wöchentlich und/oder monatlich nach?

Rituale sind insbesondere vor meinen Spielen wichtig: Volle Konzentration, ein möglichst ungestörter Ablauf vom Ankommen in der Kabine, Umziehen, warm machen zudem nochmal einen Moment nur für mich selbst und sei es nur einige Sekunden.

 

#7: Was ist Deine größte Stärke?

Das mögen gerne andere beurteilen. Auf dem Court probiere ich stets nach dem folgenden Motto zu verfahren: „Stärken stärken, Schwächen schwächen.“

 

#8: Welche Eigenschaften zeichnen Deiner Meinung nach tolle Frauen aus?

Die (Sport-)Geschichte ist voller toller, erfolgreicher, grandioser Frau. Jede individuell mit all ihren positiven Eigenschaften. Seien es beeindruckende Spielerinnen oder Frauen, die in Gesellschaft, Kultur und Politik viel für ihre Mitmenschen erreicht haben.

 

#9: Wer ist Dein Vorbild und warum?

Vorbilder waren und sind natürlich meine Eltern. Ansonsten gibt es das eine Vorbild nicht – auch, weil jeder Mensch individuell ist und kein Charakter kopiert werden kann, das klappt nicht. Ich schaue auf verschiedene Menschen, wie sie mit bestimmten Situationen umgehen und gucke mir Gutes ab - und das gilt nicht nur für "Moves unterm Korb" sondern insgesamt im Leben.

 

#10: Welche Entscheidung in Deinem Leben hat Dich am meisten Mut gekostet und hatte den größten positiven Einfluss auf Dein Leben?

Auch hier bin ich gegen ein Ranking. Eine wichtige Entscheidung war es sicherlich, mit 16 Jahren den Weg in den Profisport zu gehen. Dadurch habe ich viele Länder, viele Städte und viele interessante Menschen kennengelernt, die ich ansonsten ganz bestimmt nicht kennengelernt hätte.

........................................................................................................................................................................................................................

So liebe Mädels was sagt uns das:

 

Tut was ihr LIEBT, auch wenn es alle anderen für unrealistisch halten. 

 

Falls ihr nun noch mehr über Katharina erfahren wollt - auf ihrer Homepage www.thecourtisnotenough.de findet ihr noch mehr spannende Infos über die 1,95 cm große Dame. 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0